Über Pecs
Mit dem Charme einer südländischen Stadt begrüßt die
Besucher die an den Ausläufern des Mecsek-Gebirges gelegene Stadt, die
bereits am Ende des 3. Jh. als Sopianae eine römische Siedlung war.
Zahlreiche Grabkammern aus der Römerzeit, türkische
Moscheen und Minarette, aber auch beeindruckende barocke und
klassizistische Gebäude zeugen von der historischen Bedeutung der Stadt
- Pécs.

Den Mittelpunkt der Innenstadt bildet der
Széchenyi tér, ein mittelalterlicher Markplatz, von dem die Straßen
strahlenförmig bis in die Randgebiete führen.
Das beeindruckendste Bauwerk ist die heutige Innerstädtische Pfarrkirche
- die ehemalige Hauptmoschee der Stadt - Dschami des Paschas Gasi
Kassim.
Während der türkischen Besatzung ließ der Pascha Gasi
Kassim auf den Fundamenten der romanischen Bartholomäuskirche die
weitläufige Moschee erbauen, die nach dem Abzug der Türken von den
Jesuiten wieder als Kirche genutzt wurde.
Mitte des letzten Jahrhunderts wurde die Kirche wieder in ihrem
ursprünglichen Zustand rekonstruiert und durch eine halbrunde
Eingangshalle erweitert.
Besonders beeindruckend ist die Kuppelkonstruktion - ein achteckiger
Tambour wird mit einer 28 m hohen Kuppel überspannt. Auf der Kuppel ist
ein Kreuz zusammen mit einem türkischen Halbmond angebracht.
Ein Touristenmagnet ist der Zsolnay-Brunnen auf
der Südseite des Platzes mit seinen schönen im Jugendstil gehaltenen
Schmuck (Eosin-Glasur).
Sehr malerisch ist das Viertel zwischen Széchenyi tér und der Klimó
Gyula utca.

Pécs wird auch als Stadt der Museen bezeichnet.
Am Jókai tér findet man das Apothekenmuseum Zum Mohr mit einer
Ausstellung zur Geschichte des Pharmazie sowie Einrichtung aus der
Szolnay-Manufaktur.
In dem ältesten Wohnhaus der Stadt in der Káptalan
utca 2 befindet sich das Zsolnay-Museum mit einer umfangreichen
Keramikausstellung.
Hier kann man schönsten Stücke des berühmten Zsolnay-Porzellans und ein
Zsolnay-Gedenkzimmer besichtigen.
In der Káptalan utca 3 in einem klassizistischen Haus
ist das Vasarely-Museum mit Werken des renommierten Vertreters der
Op-Art Victor Vasarely (1908-1997) untergebracht.

Im Nordwesten der Altstadt liegt der Dombezirk
mit seinem monumentalen Dom des St. Peters, eines der bedeutendsten
mittelalterlichen Baudenkmäler Ungarns.
Die ältesten Teile des Doms, wie Chor und die beiden Westtürme stammen
aus dem 11. Jahrhundert.
Die Innenbesichtigung lohnt sich vor allem wegen dem aus roten Marmor
gefertigten Altar sowie der Fresken und Statuen ungarischer Künstler.
Hinter dem Dom findet man den Berényi-Brunnen aus dem Jahre 1739.
Das Lapidarium des Janus-Panonius-Museums wurde nach dem römischen
Vorbild aufgebaut, wo man vor allem Exponate aus dem Dom besichtigen
kann.
Dem westlichen Rand des Dóm tér dominiert der Bischofspalast aus dem 12.
Jahrhundert, der 1752-1770 barockisiert wurde.

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